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Digitale Zusatzinfos für Printleser: der Paperboy von kooaba machts möglich

08.04.2010 00:00, Esther Studer

Um Artikel in Printmedien mit digitalen Extras zu verknüpfen, hat das ETH Spin-off kooaba ein neues Tool lanciert: den Paperboy. Damit ist es möglich, Zeitungsartikel per Schnappschuss an Freunde weiterzuempfehlen, sich mehr Hintergrundinfos zu beschaffen oder die gelesenen Beiträge online zu archivieren.

Ein neuer Trend, der immer mehr von sich reden macht: Augmented Reality, die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Das ETH Spin-off kooaba hat diesem Phänomen nun eine neue Ebene dazu gefügt. Mit seiner Bilderkennungstechnologie verknüpft das Zürcher Startup Printmedien noch stärker mit digitalen Zusatzfunktionen.

Per Klick weiterempfehlen
Wer hat nicht schon mal einen Zeitungsartikel gelesen und wollte diesen gern in diesem Moment einem Freund weiterempfehlen. Scheute man keinen Aufwand, holte man das Handy hervor und schrieb eine SMS im Sinn von: «Du, heute unbedingt NZZ am Sonntag S. 12 lesen.» Für Smartphone-Besitzer hat dieses umständliche Prozedere nun ein Ende. Denn mit dem neuen App von kooaba können sie per Schnappschuss ganze Printartikel via E-Mail, Facebook oder Twitter weiterempfehlen.

Mehr wissen dank digitalen Zusatzinfos
Aber auch diejenigen, die nach dem Lesen eines Artikels noch nach mehr Infos dürsten, profitieren von dem neuen App. Haben die Redaktionen Zusatzinfos wie Videos, Bilder oder Dokumente online hinterlegt, werden diese dem User per Klick ebenfalls automatisch angezeigt. Für Hansi Voigt, Chefredaktor 20Minuten online ein zentraler Vorteil. Schon lange habe man bei ihnen in der Printausgabe mit weiterführenden Links gearbeitet. Allerdings hätten sich die wenigsten Leser die Mühe gemacht, diese dann aus der Printversion abzulesen und am Computer einzutöggeln. Das dürfte sich seiner Meinung nach mit dem Paperboy von kooaba ändern. Denn nun wird es ein Leichtes, sich die digitalen Zusatzinfos aufs Display zu holen.

Namhafte Printmedien setzen auf den Paperboy
Während das App schon seit längerem für die Weltwoche funktioniert, setzen neu auch 20 Minuten online, die NZZ am Sonntag, Focus und Chip auf die Anwendung. Davon profitieren können laut Till Quack, Mitgründer von koaaba, aber nicht nur die Redaktionen und damit die Leser, sondern auch die Anzeigenschalter. Auch sie haben die Möglichkeit, hinter einer Printanzeige mehr digitale Infos zu verbergen, die der User sofort abrufen kann. An dieser Stelle rollt dann auch für kooaba den Rubel. Auf den digitalen Zusatzfunktionen für Werbung hat das ETH Spin-off sein Ertragsmodell aufgebaut.

Auch von venturelab profitiert
Der Paperboy ist nicht das erste Produkt von kooaba. Das Spin-off hat schon bevor diverse Bilderkennungslösungen entwickelt. Auf seinem Weg zum Erfolg profitierten die Firmengründer Herbert Bay und Till Quack auch von venturelab. Bay gehört beispielsweise zu den Gewinnern des Wettbewerbs venture leaders und konnte somit vor ein paar Jahren am zehntägigen Business-Development-Programm in Boston teilnehmen.